
Die Mikroregion der Comalats1 beginnt im Süden der Hochebene der Segarra, wo sie eine sanft gewellte und gut landwirtschaftlich nutzbare Landschaft aufweist, die sich an den stärker nach Süden ausgerichteten Hängen in ein raueres, unregelmäßigeres Gelände verwandelt. Sie umfasst ein Gebiet im Südosten der Urgell, im Südwesten der Segarra und im Nordwesten der Conca de Barberà.
Das Gebiet schließt die Täler der Flüsse Corb und Cercavins ein und liegt auf Höhenlagen des Mittelgebirges zwischen 350 und 869 Metern. Von ihren Grenzen aus – etwa von Granyena oder von Forès – eröffnet sich ein Mosaik aus Hochebenen, Terrassen und Feldern, Tälern und Bachläufen: eine Landschaft, die von der Natur und durch menschliches Wirken geformt und gestaltet wurde.









Die Vielfalt der Lebensräume beherbergt eine sehr diverse Tier- und Pflanzenwelt, darunter auch Arten eurosibirischen Ursprungs sowie typische Arten der trockenen Kulturlandschaften. Die Naturgebiete von besonderem Interesse der Obagues del Riu Corb und von Granyena zeugen von diesem einzigartigen Gebiet und schützen einen großen Teil davon – mit ihren Wäldern aus Eichen und Steineichen sowie den Wegrändern voller Schwertlilien und Moos.
Und wenn wir den Schmetterlingen als Bioindikatoren vertrauen: In den Comalats finden wir nahezu 100 verschiedene Arten tagaktiver Schmetterlinge.2
In den letzten Jahrzehnten hat die Landflucht die Tier- und Pflanzenwelt der Comalats spürbar verändert. Viele ehemals bewirtschaftete Flächen mit Weinbergen, Obstbäumen und anderen Kulturen wurden aufgegeben, insbesondere dort, wo der Einsatz von Traktoren nicht möglich war, und haben sich in Gebiete voller Wälder, Sträucher und aromatischer Pflanzen verwandelt.
So sind ganze Täler zu einem Paradies für Wildschweine, Füchse, Rehe und andere Tiere geworden, die historisch kaum oder gar nicht vertreten waren.
- Der Name der Region „Comalats“ setzt sich aus coma und lat. zusammen. Ersteres bezeichnet eine Senke zwischen zwei Bergen mit geschwungener Form. Zweiteres bedeutet weit, ausgedehnt oder weitläufig.
Es gibt auch einen älteren, iberischen Ursprung, bei dem lat mit latz („rau“) in Verbindung gebracht wird – eine Deutung, die jedoch nicht der Wahrnehmung der Bewohner der Comalats entspricht. ↩︎ - Joan Carles Hinojosa: Die überraschende Vielfalt an Schmetterlingen in den Comalats (Südteil der Hochebene der Segarra) (Lepidoptera),
Butll. Soc. Cat. Lep., 107: 145–150; 31.01.2017 ↩︎
